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1) Die Linde des Thunerhauses
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| Als es noch stand, war es ein grosses
Bauernhaus. Heute steht nur noch die Linde des Thunerhauses. Es heisst
wohl so, weil dort früher die Familie Thuner drin wohnte. Es wurde
abgerissen, weil sie die Strasse verlegt haben. Der „Sagistutz“ führte
früher dort durch, wo heute die Turnhalle und der Kindergarten stehen.
Die Linde wurde nicht gefällt, weil sie neben der Strasse steht. Und
auch wegen dem Naturschutz. Ich würde nicht gern in einem Bauernhaus
wohnen. Alan auch nicht, weil es so stinkt. |
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Stephan Bläuer und Alan Said
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2) Die Käserei
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Vor alten Zeiten käste man bloss auf den
Alpen den Sommer durch, so lange das Vieh zur Weide ging; zog im Herbst
der Küher zu Tale und fütterte er bei einem oder einigen grossen Bauern
seine sechzig bis achtzig Kühe, so machte er wohl auch einige Käslein
für den Hausgebrauch oder für den Wirt, der durch den recht rässen Käse
seinen sauren Steffisburger (Wein) versüssen wollte. In den Tälern
machte man keine Käse. Mit den Kühen mehrte sich zu Beginn des 19.
Jahrhunderts auch die Milch und Talkäsereien entstanden: 1818 wurde die
erste Talkäserei in Kiesen errichtet, diejenige in Biglen/Enetbach
folgte 1828 und Arni zog 1838 nach. |
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Ramona Ochhlich und Martina Moser
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3) Der Zehntenspeicher
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Der Zehntenspeicher wurde zirka um 1660 gebaut. Jeder Bauer musste einen
Zehntel seiner Ernte abgeben. Diese Nahrung wurde dem Niederen Spital in
Bern geliefert. Seit 1962 befindet sich der
Speicher im Besitz der Gemeinde Biglen. Heute wird er vom Militär und
der Elektrizitätskommission benutzt. Jeder
Speicher wurde früher so erbaut: unten vier Steinpflöcke, so dass die
Mäuse die Ernte nicht anknabbern konnten. Die Speicher sind Blockbauten
aus Hälblingen.
Eigentlich jeder Bauer hatte einen Speicher, wo er seine wertvollen
Sachen hinein tat, wie Ernte und Geld. |
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Daniela Saner
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4) Die Kirche
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Unsere Kirche wurde 1521 neu gebaut. Die Empore ist
aber erst 1779 gebaut worden. 1629 erhielt der Kirchturm eine Uhr, und
vier Jahre später wurde der ganze Bau einer Renovation unterzogen. An
der Wand der Kirche waren verschiedene Sprüche geschrieben. Später hat
man sie übermalt, und noch viel später holte man sie wieder hervor, aber
eine Schrift konnte man nicht hervor holen. Noch bis heute ist sie ein
wenig übermalt. Oben an der Decke sind Streifen mit verschiedenen
Schnitzereien drauf. Man hatte sie zuerst weggenommen und nach Bern und
Burgdorf gebracht. Und viele Jahre später holte man sie wieder zurück
und machte sie an der Decke wieder an. Früher hatte es farbige Fenster,
aber jetzt nicht mehr. Jetzt haben wir noch verschiedene Wappen an den
Fenstern. |
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Eva Blaser und Fabienne Gilgen
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5) Die Friedenslinde
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1914 brach der erste Weltkrieg aus. Der Weltkrieg
dauerte 4 Jahre (bis 1918).
Die Glocken läuteten, dann war der erste Weltkrieg vorbei. Die Linde
wurde nach dem Weltkrieg am Enetbachberg gesetzt. An der Wurzel wurden
eine Kassette mit Dokumenten, Rationierungskarten, Münzen und alten
Zeitungsartikeln vergraben. Die Friedenslinde ist 1918 gesetzt worden,
heute ist sie 86 Jahre alt.
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FaBian Krieg und Kevin Müller
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6) Das Sekundarschulhaus
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Seit 1630 konnten die Kinder von Biglen in die Schule
gehen. Nachdem Pfarrer Bitzius, der Sohn von Jeremias Gotthelf, am
14.Januar 1874 in der Kirche Biglen eine Predigt über die Schulen
gehalten und gefordert hatte, dass die Schule gratis wird und dass die
gescheiteren Kinder in die Sekundarschule können, wurde schon bald
darauf zusätzlich ein Sekundarschulhaus ins Auge gefasst. Die Idee von
der Sekundarschule wurde 1878 verwirklicht.
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| Dann wurde die Sekundarschule oben im
ersten Stock im Käsekellerhaus an der Arnistrasse gegründet. Bereits
1905 konnte dann ein eigenes Sekundarschulhaus bezogen werden. Im Jahr
1905, als das neue Sekundarschulhaus gebaut wurde, zügelte man aus dem
Käsekellerhaus. Als der neuste rote Anbau 2003 eingeweiht wurde, gab es
einen Riesenumzug und ein Riesenfest, man konnte viele Sachen machen
aber leider nur mit Bons. |
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Stefan Wittwer und Michael Studer
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7) Das Käsehaus
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Das Käsehaus ist ein schönes, grosses
Rieghaus. Oben war eine Sekundarschule mit drei Klassen, unten der
Käsekeller. Wir durften es mit dem Besitzer, Herrn Lenz, besichtigen.
Die Käsegestelle waren früher aus Holz. Insgesamt konnte man 2500 grosse
Emmentaler oder 4500 kleine Appenzeller lagern. Aber in den heutigen
Betongestellen hätte der Käse gar nicht mehr Platz. Der Käse wurde sogar
bis nach Russland gebracht, und zweimal pro Jahr abgeholt. Das Haus
mitsamt dem Käsekeller besteht schon seit 1870. |
| Herr Schmutz drehte täglich den Käse und
war wahrscheinlich sehr stark, dass er den schweren Käse heben konnte.
Wir danken Herrn Lenz für die Informationen an uns. |
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Melanie Blank und Carla Reinhard
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8) Der Bach muss
arbeiten: Mühle, Reibe, Oele
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Der Biglenbach entspringt auf der Blase und
fliesst dann durch Arnisäge. Das Dorf heisst so, weil dort eine Sägerei
vom Arnibach angetrieben wurde. Auch die obere Mühle in Biglen wurde
durch den Bach angetrieben. Sie wurde 1731 gebaut und ist also 273 Jahre
alt. Die obere Mühle liegt etwa 6 Meter von dem Bach entfernt, ein Teil
des Bachs ist deshalb aufs Mühlerad umgeleitet worden. Heute ist dort
eine Grossbäckerei.
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| Weiter unten im Dorf, in der Hohle, betrieb
der Biglenbach noch eine zweite Mühle, dort wo der Rybiweg ist lief wohl
früher eine Reibe, am Oeleweg eine Ölpresse, an der Rohrstrasse
versorgte er die Gerberei mit Wasser, weiter unten
betrieb er eine Sägerei (darauf deuten die Namen „Sägematte“ und „Sägestutz“). Mit unserer Klasse
fuhren wir nach Münsingen und schauten uns die alte Öle von Münsingen
an, die mit einem Mühlerad und Holzzahnrädern arbeitet und wo wie früher
Nüsse gerieben, Öl gepresst und Knochen gestampft werden. |

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Oliver Hoffmann und Lukas Flückiger
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9) Die "Drogikreuzung"
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| Damals, als sie den Bahnhof 1899 gebaut hatten, bauten
sie eine Strasse vom Dorf bis zum Bahnhof. Sie heisst Bahnhofstrasse.
Nach und nach wurden an der Bahnhofstrasse Häuser gebaut. Das
Bauernhaus an der Kreuzung (Aebihaus ) riss man ab und baute die heutige
Drogerie. Die Drogerie wurde das erste Mal um 1928 eröffnet von Werner
und Frieda Liechti. Bei der Drogerie hatte es
früher eine Tanksäule. Als die Drogerie 1965 umgebaut
wurde, haben |
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sie zur gleichen Zeit die Tanksäule
abgerissen.
In der Kreuzung konstruierten sie einen Kreisel. Geführt wird die
heutige Drogerie von Beat und Katrin Fehr, Susanne Tschirren, Sonja
Stauffer, Sabine Rindlisbacher und Barbara Sommer.
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Tamara Wüthrich und Manuela Christen |
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Die BTB war die erste elektrische
Normalspurbahn Europas (1435 Breite). Zuerst
sagte man ihr Stangenbahn, weil es so viele Stangen für die Stromdrähte
hatte. Man nannte sie BTB (Burgdorf-Thun-Bahn,
nachher EBT (Emmental-Burgdorf-Thun-Bahn) und jetzt heisst sie RM
(Regionalverkehr Mittelland). Wahrscheinlich
gibt es die RM in ein bis zwei Jahren nicht mehr. Die RM kauft noch neue
Züge. Dank dem Bahnhof gab es die BIGLA und
das Dorf „rutschte“ zum Bahnhof. |
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Raphael Schläfli
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12) Die Seilerei
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Das Foto wurde 1926 gemacht. Ein Mann hatte
eine Seilerbahn. Er machte dort mit Hanffasern ein langes Seil. Der Ort
ist beim Feltschenweg und wenn es geregnet hat, konnte er unter einem
langen Dach arbeiten. So war er geschützt vor Regen. Es war schwierig,
mit dem Seil rückwärts zu laufen. Er musste ganz lang drehen. Das war
die alte Seilerei. Noch heute steht das Haus auf der Feltschen. Die
Seilerbahn ist aber abgerissen.
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13) Das Schulhaus
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Seit wann gibt’s es die Schule die heute da
ist? Seit 1986. Die Kinder in Biglen können seit 1630 zur Schule. Der
Unterricht fand nur in den Wintermonaten statt. Der Schulmeister waren
sehr schlecht entlöhnt und so mussten diese ihre Einkünfte durch
Nebenbeschäftigungen aufbessern. Früher war die Primarschule dort, wo
heute die Gemeindeverwaltung ist. |
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Florentina Shala
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14) Der Bären
Der Bären Biglen erhielt 1520 das Tavernenrecht. Oben im Bären waren ein
paar Zimmer zum Übernachten da. Der Bären hatte viele Besucher und wurde
berühmt, weil es eine gute Bedienung hatte und das Essen sehr gut war. |
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Der
Bären vor dem Brand
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Am 1. September 1935 brannte
der Bären wegen einem elektrischen Defekt nieder. Im Zweiten Weltkrieg
sollte dieser „Bären“ (neu aufgebaut) eine
ungewöhnliche Rolle spielen. Diese Rolle war ein geheimes Gespräch. Das
geheime Treffen fand am 3. März 1943 im Bären Biglen statt. General
Henri Guisan traf mit dem deutschen SS – Generalmajor Walter
Schellenberg zusammen. Im Verlaufe des Gesprächs bekräftigte General
Guisan dem SS – General den Willen, die Neutralität gegen jeden
Angreifer zu verteidigen.
Warum hatte der General ausgerechnet den Bären Biglen ausgesucht?
Weil der Gasthof im Ruf eines gediegenen Hauses stand, in dem man
auch während des Krieges kulinarisch verwöhnt wurde. Im Bären Biglen
hatte es auch ein Gästebuch. General Guisan schrieb auch hinein:
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Diese Seite ging irgendwie
verloren, man fand sie dann erst wieder später. Der Bären wurde dann
anfangs 2001 geschlossen. Jetzt wird der Bären
umgebaut zu einem Pflegeheim mit Wirtschaft, Fusspflege, Arzt,
Coiffeuse, Pflegebad, Medikamenten- und Putzraum. Der Bären gehört:
Betagtenzentrum zum Bären AG
Bärenstutz 17
3507 Biglen
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Martina Wüthrich und Nadine Blaser
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