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Leitbild

Leitbild

Der Gemeinderat hat im Juni 1999 erstmals ein Leitbild für unsere Gemeinde erstellt. Der Zweck eines Leitbildes ist es, die wesentlichen Merkmale aufzuzeigen, die unsere Gemeinde künftig auszeichnen sollen. Das Leitbild soll eine Zukunftsvorstellung abbilden, die man als realistisches Idealbild bezeichnen kann – eine Vision. Der Gemeinderat war der Auffassung, dass es gewisse Leitplanken braucht, welche eine Kontinuität der politischen Aktivitäten ermöglichen. Das Leitbild wurde an der Klausurtagung vom 19. März 2008 überarbeitet und verabschiedet (Ausgabe 2008)     
    
1. Gemeindeentwicklung     
Dank massvollem Wachstum - dosierte, harmonische Entwicklung innerhalb der in der Ortsplanung ausgeschiedenen Baugebiete - soll Biglen seinen Dorfcharakter, seine Wohnlichkeit und Lebensqualität bewahren. Anzustreben ist ein möglichst ausgewogenes Verhältnis zwischen Wohnen und Arbeiten. Beim Erstellen von Wohnraum ist neben einem haushälterischen Umgang mit dem Boden, auch dem Orts- und Landschaftsbild Beachtung zu schenken. Es ist auf genügend Spiel- und Erholungsraum zu achten. Zur landwirtschaftlichen Nutzfläche ist Sorge zu tragen. Wo immer sinnvoll, ist die Zusammenarbeit mit anderen Gemeinden zu suchen.     
    
2. Wirtschaft und Arbeit     
Der Gemeinderat fördert eine gut durchmischte KMU-, Dienstleistungs- und Landwirtschaftsstruktur. Er sucht regelmässige Kontakte zu den einzelnen Gruppen. Die Erweiterung und die Erhaltung von ortsansässigen Betrieben - insbesondere die Schaffung neuer Arbeitsplätze - werden durch optimale Rahmenbedingungen unterstützt. Öffentliche Aufträge werden im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen wenn immer möglich an einheimische Unternehmungen vergeben.
         
3. Finanzen     
Der Gemeinderat betreibt eine haushälterische Finanzpolitik. Gemeindebetriebe und Spezialfinanzierungen werden nach betriebswirtschaftlichen Grundsätzen geführt; die Werterhaltung der Infrastruktur ist sicherzustellen. Gebühren sind nach dem Verursacherprinzip kostendeckend zu erheben. Bei Massnahmen, welche der Weiterentwicklung der Gemeinde dienen, sind eine klare Festlegung von Prioritäten und eine Abgrenzung zwischen Notwendigem und Wünschbarem vorzunehmen. Die rollende Investitions- und Finanzplanung ist für den Gemeinderat ein wichtiges Führungsinstrument.     
    
4. Umwelt und Energie     
Der Erhaltung einer gesunden Umwelt - Luft, Boden, Wasser - kommt ein grosser Stellenwert zu. Der Versorgung der Bevölkerung mit qualitativ gutem Trinkwasser in ausreichender Menge ist höchste Beachtung zu schenken. Die Vernetzung mit anderen Wasserversorgungen wird angestrebt. Die gemeindeeigene Stromversorgung ist zu unterhalten. Die Nutzung erneuerbarer Energie im privaten und öffentlichen Sektor ist zu fördern. Die Gemeinde hat eine umweltgerechte, kostengünstige und selbsttragende Abfallentsorgung anzubieten. Die Abwasserentsorgungsanlagen werden zweckmässig saniert und ausgebaut. Die Erhaltung, Pflege und Wiederherstellung von Landschaftsteilen und Naturobjekten (Bäume, Hecken, Gewässer) wird unterstützt. Die Gemeinde informiert die Bevölkerung periodisch über Möglichkeiten des sparsamen Wasserverbrauches; Möglichkeiten zum Stromsparen und alternative Energien; den sinnvollen Umgang mit Abfall.
    
5. Soziales     
Die Gemeinde unterstützt die sozialen Einrichtungen der privaten und gemeindeeigenen Institutionen und trägt den wechselnden sozialen Bedürfnissen unserer Gesellschaft Rechnung. Betagte und pflegebedürftige Menschen sollen mit Hilfe des Spitex-Angebotes so lange wie möglich in ihrer angestammten Umgebung bleiben dürfen. Den älteren Menschen stehen altersgerechte Wohnungen zur Verfügung. Die Gemeinde befasst sich aktiv mit Jugendfragen. Die bestehenden Hilfsangebote für Personen mit Suchtproblemen werden von der Gemeinde unterstützt. Projekte zur Wiedereingliederung von Arbeitslosen und zur Bereitstellung von Arbeitsplätzen werden gefördert. Die zugewiesenen Asylbewerberinnen und -bewerber werden gemäss den geltenden Richtlinien und dem Betreuungskonzept der PAG Region Aaretal-Kiesental betreut.     
    
6. Bildung     
Den Schulen ist für die Erfüllung ihrer Aufgabe die nötige Infrastruktur zur Verfügung zu stellen.
Die Schülerinnen und Schüler sollen auf allen Stufen gefördert werden. Die Gemeinde ist dabei offen für neue Schulformen.
Biglen setzt sich auch im Bildungsbereich für eine partnerschaftliche Zusammenarbeit mit anderen Gemeinden ein.
Der schulexterne Musikunterricht ist Teil unseres Bildungsangebotes.
Die Gemeinde unterstützt im Bereich Erwachsenenbildung die private Initiative und ergänzt sie nach Bedarf.     
    
7. Kultur, Sport, Freizeit     
Die kulturellen Aktivitäten tragen wesentlich zur Lebens- und Wohnqualität bei und sind von der Gemeinde zu fördern. Die Gemeinde unterstützt im Rahmen des Möglichen die Dorfvereine und kulturelle Institutionen der Region. Vereine, welche die Jugendlichen fördern, werden besonders unterstützt. Sie stellt Infrastruktur und Anlagen für den Breitensport, die Jugendarbeit und die Freizeitgestaltung zur Verfügung. Die Schul- und Gemeindebibliothek wird den sich ständig ändernden Gesellschaftsnormen laufend angepasst.     
    
8. Verkehr, Öffentliche Sicherheit     
Die Gemeinde trägt mit ihrer Verkehrspolitik den unterschiedlichen Bedürfnissen aller Verkehrsteilnehmer Rechnung. Eine bessere Verkehrssicherheit für Fussgänger und Velofahrer, insbesondere auf den Schulwegen, wird angestrebt. Auf den Hauptachsen ist der Durchgangsverkehr mit geeigneten Massnahmen zu beruhigen. Der Durchgangsverkehr wird von den Quartierstrassen durch geeignete Massnahmen ferngehalten. Dem öffentlichen Verkehr soll eine hohe Priorität eingeräumt werden. Der Gemeinderat schenkt dem Sicherheitsbedürfnis der Bevölkerung grosse Beachtung. Er fördert die hohe Bereitschaft von Feuerwehr und Zivilschutz durch gute Ausbildung, sinnvolle Organisationsstrukturen und geeignete Ausrüstung. Für die Bewältigung von ausserordentlichen Vorkommnissen wird das Regionale Führungsorgan RFO Worb-Bigenthal eingesetzt.     
    
9. Gemeindeorgane, Verwaltung     
Gemeindeorgane und Verwaltung erfüllen ihre Aufgaben wirkungsorientiert und nach hohen Leistungsstandards. Gemeindeorgane und Verwaltung arbeiten mit Jahreszielen und nach aktuellen Arbeitsplatzbeschreibungen. Es werden mindestens einmal jährlich Mitarbeitergespräche geführt. Dank zeitgemässen Arbeitsbedingungen und einer modernen Verwaltungsinfrastruktur soll die Gemeinde eine attraktive Arbeitgeberin sein. Regelmässige Weiterbildung sichert fachliche und soziale Kompetenz. In der Verwaltung werden - nach Möglichkeit - Lernende ausgebildet. Information und Kommunikation erfolgen rechtzeitig, umfassend, stufen- und bedarfsgerecht.